In so einem Alter kannst du was erzählen
                                                                      In so einem Alter kannst du was erzählen                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Rhein - Lahn

Von 1967 - 1977
habe ich das Rhein-Lahn-Gebiet unsicher gemacht: Meine turbulenteste Zeit.

 

Die Zeit als Kaplan von St. Barbara in Niederlahnstein dauerte nicht lange.

Das KATHOLISCHE VEREINSHAUS in der Emserstraße in Niederlahnstein war zeitweise Jugendzentrum, beherbergte mich und das Bezirkssynodalamt. Das Gebäude war in einem schlimmen Zustand. Ich sah in der Anmietung von der Kirchengemeinde St. Barbara eine Möglichkeit, mit einem Jugendzentrum ein Angebot für die Jugendlichen zu machen, das es damals nicht gab. Zeitweise wurde dort vom Jugendamt und Ehrenamtlichen der EAM, der Einmal-Anders-Club veranstaltet. Darüber später mehr...
 
Das FAMILIENFEST in der Stadthalle hatte auch diesen Multi-Sozial-Effekt"(siehe Plenterfest). Da machten wir aber Werbung pur...dieses wunderbare Plakat!!! Gibt es das noch? Da waren geschätzt ein paar hundert dieser Persönchen - unten - drauf. Das  unten ist nur ein kleiner Ausschnitt...

 

Die Vorbereitungen zu diesem Fest setzten zwei Bürgerinitiativen in Bewegung. Die eine war von der SPD gesteuert; sie wollte ein Jugendzentrum in Lahnstein gründen. Dafür entstand der Jugendverein. Die CDU wollte  nicht nachstehen und gründete eine Initiative zur Verbesserung der Spielplätze. Da rieben wir Laien-Kommunalpolitiker uns natürlich heimlich die Hände. 

 

 

 

 

 

Die Baracke, das erste Jugendzentrum der Stadt. 


aus der Jubiläumsausgabe des Rhein-Lahnkuriers
 
, 50 Jahre - 2011

Der Jugendverein - der taucht in der Chronik der Stadt Lahnstein auf...

Der Vater eines Jugendlichen, der Grochowiak, Helmut nannte ich Grochowian, hatte auf einem Spielplatz ein Schild geklaut, auf dem alles Mögliche verboten war. Er überreichte es vor den laufenden Kameras des SWF-Fernsehens dem Oberbürgermeister, der dort gerade eine liebe Rede hielt. Der Text des Schildes wurde vorgelesen. Reaktion des Oberbürgermeisters: "Das Schild hätte ich auch abgerissen."
Später traf ich den Grochowian in Filsen wieder, als ich über meine Arbeit in den Gefängnissen in Preungesheim berichtete.

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© Gert Linz