In so einem Alter kannst du was erzählen
                                                                      In so einem Alter kannst du was erzählen                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Blick aus dem Büro der Kath. Gefängnisseelsorge in der JVA Frankfurt am Main I - Untersuchungshaft auf die JVA Frankfurt am Main IV - Gustav-Radbruch-Haus - Offener Vollzug - und Blick zurück!  Die JVA I war von 1973 bis 1997 in Betrieb und wurde 2002 abgerissen.

HessenGefängnisse 1900-2016                                                                           + Bettlerjagd + Nazi-Terror

1904 Preungesheim - Hinrichtung nach Mord

1905 Frankfurt – Neues Gerichtsgefängnis: die Hammelsgass 

1906 Hadamar – Korrigendenanstalt wird auch Irrenanstalt 

1911 Freiheitsstrafe - Gustav Radbruch

1911 Wetzlar – Neues Amtsgericht mit Gerichtsgefängnis 

1911 Hanau - Neues Gericht mit Gerichtsgefängnis

1912 Diez (Freiendiez) - Neues Zentralgefängnis übergeben

1915 Höchst am Main - Gericht und Gerichtsgefängnis werden übergeben

1918 Frankfurt - Die Revolutionsnacht, die „Hammelsgass“ und „Preungesheim“

1934 – 1945 Frankfurt - Das Mahnmal erinnert an die Hinrichtungen in der Strafanstalt Preungesheim

1938 München - Himmler: Alle Bettler ins KZ!

1938 – 1945 Nieder-Roden - Das Lager Rollwald

1941 – 1945 Frankfurt – Keller der Großmarkthalle, Ort der Versorgung wird zum Ort des Terrors  

1942 - 1945 Frankfurt-Heddernheim - Arbeitserziehungslager und Polizeigefängnis der Gestapo

1973 Frankfurt - Neue Untersuchungshaftanstalt ersetzt die "Hammelsgasse"

1976 Frankfurt - Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen

1992 Frankfurt – Zachäusverein gegründet

1993 Weiterstadt -  Der große Knall: JVA kurz vor der Inbetriebnahme zerstört

1994 Darmstadt - Ausstellung des Hessischen Staatsarchives: Ausgrenzung und Gewalt...

1997 Weiterstadt - Am 27. November nimmt die JVA den vollen Betrieb auf

2009 Hessen – Forensische Psychiatrie, Maßregelvollzug

2012 Frankfurt - Neue Untersuchungshaftanstalt

2016 Gelnhausen - Jugendarresteinrichtung JAE selbstständig

 

Die Quellen

1904 | Preungesheim - Hinrichtung nach Mord

 

Im Königlichen Strafgefängnis zu Preungesheim wurden am Morgen des 12. November Bruno Groß, Klaviertransporteur und Friedrich Stafforst, Pferdeknecht wegen Mordes an dem Inhaber der Pianofortefabrik, Zeil 69 Richard Lichtenstein durch Enthauptung hingerichtet. Die Hinrichtung leitete der Erste Staatsanwalt von Reden, der zu dieser Zeit auch Vorsitzender des Frankfurter Gefängnisvereins war.

 

 

1905  | Frankfurt - Neues Gerichtsgefängnis

              Die „Hammelsgass“

                   

Hammelherden, die zum Viehmarkt auf die Zeil getrieben wurden, gaben der Hammelsgasse wahrscheinlich ihren Namen. Später wurde das Gerichtsgefängnis dort angesiedelt, das bald nur noch unter dem Namen Hammelsgass bekannt war. Die in den Jahren 1903 bis 1905 erbaute Musteranstalt löste das 1740 für das lüderliche Gesindel errichtete Zuchthaus ab.

 

Das in den Jahren 1903-1905 in der Hammelsgasse als „Königlich Preußische Musteranstalt“ errichtete und 1917 erweiterte Gebäude diente bis zum Jahre 1973 als Gerichts- und Untersuchungsgefängnis (ab 1936: Untersuchungsgefängnis, ab 1941: Untersuchungshaftanstalt). Es unterstand dem Oberstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Frankfurt als Strafvollzugsbehörde und diente dem Vollzug von kurzen Gefängnis- und Haftstrafen und zur Aufnahme von Unter-suchungsgefangenen. Durch Verordnung des Preußischen Staatsministeriums vom 8.12.1922 und die Allgemeine Verfügung des Justizministeriums vom 13.12.1922 über die Neuordnung der Strafanstaltsverwaltung…wurde das Gerichtsgefängnis Hammelsgasse ab 1.1.1923 dem Strafvollzugsamt Frankfurt unterstellt. Bis zum Jahre 1928 und von etwa April bis Dezember 1945 waren auch weibliche Häftlinge dort untergebracht. Aufgenommen wurden zahlreiche Durchgangsgefangene aus anderen Anstalten, die vorübergehend nach Frankfurt verlegt wurden, sowie ab 1942 sogenannte Polizeihäftlinge. Die Belegung des für 312 Häftlinge ausgelegten Gebäudes schwankte zwischen 200 und 500 Personen, darunter auch, namentlich in der NS-Zeit, zahlreiche politische Gefangene und während des 2. Weltkrieges in Untersuchungshaft genommene ausländische Zwangsarbeiter.

Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt 409,3 – www.hadis.hessen.de

 

     

Fotos aus „Ach, wie ist das Leben schön, Hammelsgasse 8 – 10“

1911 | Wetzlar – Neues Gericht und Gerichtsgefängnis

 

Einer der  Brückentürme in der Ansicht von Merian 1655 war der Gefängnisturm (rechts). Später nach der Auflösung des Franziskanerklosters im 19. Jahrhundert wurden die Gefangenen dort verwahrt (links). Nach dem Krieg war es Truppengefängnis der Amerikaner. Im neuen Gericht (Mitte) war der hintere Teil Gerichtsgefängnis; im Bild nicht zu sehen aber im Grundriss (unten).

aus Zentralblatt der Bauverwaltung 1911, Nr. 104, S.661ff - https://digital.zlb.de/viewer/readingmode/14688302_1911/679/

1911 | Hanau | Neues Gericht mit Gerichtsgefängnis

 

Das Gefängnis lag an der Katharina-Belgica-Straße, die sich leicht nach hinten krümmt, so dass es von vorne kaum auszumachen war. Es hatte ursprünglich Platz für 65 Gefangene und wurde für den Neubau des Gerichtsgebäudes ca. 2010 abgerissen. Wikipedia

Zuletzt war das Gebäude von den Vitos Kliniken für den Maßregelvollzug genutzt; davor war es Zweiganstalt der JVA Frankfurt am Main I, in der Untersuchungsgefangene untergebracht waren.

Fotos Linz

1911 | FREIHEITSSTRAFE

„Das Rezept, den Antisozialen sozial zu machen, indem man ihn asozial macht, d.h. ihn auf dem Trockenen schwimmen zu lehren, hat versagt.“

Gustav Radbruch, Die Psychologie der Gefangenschaft

1912 | Diez (Freiendiez) - Neues Zentralgefängnis übergeben

1915 | Höchst am Main – Neues Gerichtsgebäude und Gerichtsgefängnis übergeben

 

Im zweiten Kriegsjahr wird ein Gerichts- und Gefängnisgebäude fertig gestellt – das ist schon erstaunlich. Da Gefangene aus den Gefängnissen an die Fronten geschickt wurden, leerten sich die Gefängnisse. Gefüllt blieben die Zuchthäuser, da Zuchthausgefangene die Bürgerlichen Ehrenrechte verloren hatten und so auch nicht für das Vaterland kämpfen und sterben durften.

Der Frankfurter Gefängnisverein von 1868 übergab damals, da es nun so wenige Entlassungen gab, ein Übergangsheim an die Wehrmacht, damit es als Lazarett genutzt werden konnte und so erhalten blieb. So bleibt die Frage, wann wurde das Gefängnis eröffnet?

 

Das Gefängnis wurde später umgebaut und erweitert. Der Eingang wurde verlegt. Auch die Nutzung veränderte sich: Gerichtsgefängnis, Frauengefängnis, Jugendgefängnis, Untersuchungsgefängnis für Männer.

2012 wurde es geschlossen und die Gefangenen in die neu erbaute Untersuchungshaftanstalt in Preungesheim verlegt. Danach kam  irgendwann der Abriss, Wohnhäuser entstanden auf dem Gelände. Das Gerichtsgebäude blieb erhalten.

1918 | Frankfurt - Die Revolutionsnacht, die „Hammelsgasse“ und                                         „Preungesheim“

 

Im revolutionären Aufbruch entschlossener Massen scheinen, wie ein Vergleich mit dem Sturm auf die Bastille 1789 nahelegt, Gefängnisse das erste Ziel der Bewegungen zu sein. So auch „Preungesheim“ und die ‚Hammelsgasse’ in der Novemberrevolution. 
 
Ein Zeitzeuge berichtet in Maria Anna Kilp – Ach wie ist das Leben schön, Hammelsgasse 6-10, S.46f:
Das ist die Befreiungsnacht vom 8. auf 9. November 1918. Ringsum lohen die Wachtfeuer der Revolution. Hell erleuchtet sind die Straßen und Plätze der Stadt wie seit vier Jahren nicht mehr. Aufgelöst ist die alte Ordnung. Überall gärt’s und brodelt’s. Es zischt, Blasen steigen auf. Es ist etwas im Werden. Die Brust atmet frei!
11 Uhr abends!
Die Straßen werden nicht leer. Immer neue Scharen ergießen sich in den Bahnhofsplatz. Dort steht einer mitten in einem Haufen, er steigt auf den Absatz eines Laternenpfahls, hält sich mit der einen Hand fest und spricht. Leuten, denen man es ansieht, daß sie noch nie im Leben eine Rede gehalten, löst sich die Zunge, und vom Feuer durchglüht, begeistern sie die Menge. Dort hört man den hundertstimmigen Ruf: es lebe die Republik, es lebe die Freiheit, hoch, hoch, hoch, und der
Ruf pflanzt sich fort durch die Kaiserstraße und das Echo kommt zurück von der Hauptwache. Die Straßenbahnen sind ungewohnt leer. Eben springt einer ab, mitten in den Haufen hinein und redet. Von der entgegengesetzten Seite wälzt es sich bataillonsweise, die ganze Straßenbreite
füllend. Vornweg zwei Matrosen, Arm in Arm, rechts und links die ganze Reihe angehängt. Soldaten, Arbeiter, Kaufleute, Junge, Alte, dazwischen Frauen, hochrufend und Freiheitslieder singend. Sie kommen von Preungesheim, wo sie Gefangene befreit haben. Manch
Unwürdiger ist mit herausgekommen; was gilt's. Es ist auch schon manch Unschuldiger gehängt worden. Der Zug schwillt und schwillt, am Bahnhof hängt sich ein ganzes Regiment an. Drüben spricht wieder einer. Neuer Zustrom. Ein großer Haufe kommt aus dem Bahnhof mit
einem Matrosen an der Spitze. Es ist M a l a n g, einer der ersten, die von Kiel gekommen waren. Am Bismarckdenkmal hält er eine Ansprache: "Kameraden, wir wollen nur die Freiheit, aber keine Unordnung, und wer plündert, wird erschossen!"
"Bravo!"
Unter Hochrufen wälzt sich der Zug zum Gefängnis in der Hammelsgasse. Der Pförtner öffnet. Ein Aufseher übergibt Malang die Gefangenenliste
"Politische Gefangene sind hier keine?"
"Nein!"
"Dann ist's gut! Andere werden nicht freigelassen."
Das Telefon klingelt! Malang nimmt den Hörer ab:
"Wer dort?"
"Hier erster Staatsanwalt.....Mir wird soeben gemeldet, in der Hammelsgasse sammeln sich große Menschenmengen, um die Gefangenen zu befreien. Ein Soldatenrat, oder wie sich das Zeug nennt , soll der Anführer sein. Lassen Sie niemand raus."
"Hier ist alles in bester Ordnung, Herr Staatsanwalt. Diebe werden keine freigelassen. Wir sind der Soldatenrat, Matrose Malang!"
Eine Antwort hat Malang nicht mehr bekommen. Es bleibt totenstill im Apparat.
Jakob Altmaier, Frankfurter Revolutionstage, Frankfurt am Main 1919, S.13f
Die ‚Frankfurter Bastille’ wurde am 9. November 1918 von einer Volksmenge gestürmt. Entgegen der Anordnung des revolutionären Kieler Matrosen Malang, nur die politischen Gefangenen zu befreien (siehe Dokument), wurden alle Gefangenen befreit. Dabei wurden die Verwaltungsräume geplündert und in Brand gesteckt. Kilp S. 48

1934 – 1945 - Frankfurt-Preungesheim - Das Mahnmal erinnert an die Hinrichtungen in der Strafanstalt Preungesheim

                                                                                      Ecke Homburger Landstraße / Auf der Platte

 

19. Februar 1943 berichtete der Vorstand des Strafgefängnisses Preungesheim dem Generalstaatsanwalt, dass heute Abend in der Zeit von 20 Uhr bis 20.18 Uhr sechs vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu Tode verurteilte Protektorats-angehörige und ein weiterer Häftling, der Feindsender abgehört hatte, hingerichtet wurden. Am 18. März 1943 starben in der Zeit von 19.30 Uhr bis 20 Uhr elf zum Tode Verurteilte, und am 23. Mai 1944, gegen 15.20 Uhr, endete Johannes V. auf dem Schafott. – In einem Brief an den Generalstaatsanwalt in Frankfurt vom 28. Juli 1944 schreibt der Direktor des Anatomischen Instituts in Frankfurt; „Wenn ich den Betrieb aufrechterhalten soll, bin ich in erhöhtem Maße auf die Leichen Hingerichteter angewiesen. Ich wäre daher der Generalstaatsanwaltschaft zu Dank verpflichtet, wenn bei Zuweisung mein Institut bevorzugt würde.“

In einem Schreiben vom Juli 1942 wird gesagt, dass der Reichswirtschafts-minister durch einen Erlass zugestimmt hat, an Aufsichtsbeamte, die in der Nacht vor der Hinrichtung mit der Beaufsichtigung der Verurteilten und den Vorbereitungen der Vollstreckung betraut sind, jeweils einige Zigaretten ohne Abgabe von Karten zu verabfolgen. Für die Strafanstalt Preungesheim wurden zunächst monatlich hundert und ab 1. November 1942 zweihundert Zigaretten zur Verfügung gestellt.

Die Fallbeilmaschine kam von Mainz über Butzbach in die Strafanstalt Preungesheim. In jüngster Zeit war sie in der Anstalt nicht mehr aufzufinden.

 

Durch rote Plakate an den Litfaßsäulen erfuhr die Frankfurter Bevölkerung zum letzten Male im September 1942 vom Vollzug von Hinrichtungen in Preungesheim. Es handelte sich um sechs aus Frankfurt stammende und einen aus Wiesbaden gebürtigen Antifaschisten. Akten weisen nach, dass man sie im Juni 1942 vor dem Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt hatte. Die Reihenfolge der Hinrichtung der sieben, die am 17. September 1942 ab 5.30 Uhr in Preungesheim vorgenommen wurde, war genau festgelegt und erfolgte in Zeitabständen von fünf Minuten. Otto H., der jüngste der zum Tode Verurteilten, wurde als fünfter zum Fallbeil geführt. Tapfer schritt er zwischen den Beamten über den Hof zum Hinrichtungsraum. Er blickte noch einmal zum Himmel auf und sagte: „Die schönen Sterne. Ich werde sie nicht mehr sehen.“

Pülm, Wolfgang . Preungesheim –Altes Dorf-Junger Stadtteil , 1990, Hgb Frankfurter Sparkasse, S. 90 ff

1938 – 1945 | Nieder-Roden | Das Lager Rollwald

                                

Das Lager Rollwald bei Nieder-Roden war reguläre Strafanstalt unter Verantwortung der Oberstaatsanwaltschaft Darmstadt. Im Sommer 1938 entstand unweit der südhessischen Gemeinde Nieder-Roden auf dem abgeholzten Gelände des Rollwaldes ein Barackenlager. In dem abgesperrten Areal wurden in den Folgejahren bis zu 1500 Gefangene gleichzeitig, insgesamt über 10 000 Menschen inhaftiert. Das Lager diente bis 1945 dem Justizstrafvollzug im totalitären NS-Staat. Es gehörte zum Komplex der Gefangenenlager Rodgau mit den drei Stammlagern in Dieburg, Nieder-Roden (Rollwald) und Eich (bei Worms) sowie zahlreichen Außenlagern. Die Insassen mussten in der Umgebung zunächst schwere landwirtschaftliche Erschließungsarbeiten leisten. In den Kriegsjahren nach 1940 kamen sie vorwiegend in der Rüstungsindustrie in Süd- und Mittelhessen zum Einsatz. Die Gefangenen waren in zugigen Baracken in großer Enge untergebracht und durchlitten eine zermürbende und lebensbedrohende Haftzeit: Insgesamt waren hier über 10 000 Menschen inhaftiert.

Die Härte der Arbeit sowie Hunger und Unterversorgung bestimmten den Alltag in der Isolation des Lagers. Es gab unmittelbare Gewaltanwendung und menschlich abgründiges Verhalten einzelner Wachbeamten, aber auch Mitleid und heimliche Unterstützung. Heidi Fogel, Das Lager Rollwald, Rodgau 2004 -  S. 49

1938 |  München - Himmler: alle Bettler ins KZ

1941-1941 | Hadamar Die T4[1]-Anstalt: Ermordung psychisch Kranker und geistig Behinderter

 

In der Landesheilanstalt Hadamar bei Limburg wurden von Januar 1941 bis August 1941 über 10  000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen durch Gas ermordet.

 

Am 13. Januar 1941 nahm die „Euthanasie“-Anstalt Hadamar ihren mörderischen Betrieb auf. 30 Kranke aus der Anstalt Eichberg wurden mit den grauen Gekrat-Bussen antransportiert und sofort in der Gaskammer mit Kohlenmonoxyd erstickt. Damit begann der erste Schritt der Morde – die Tötung der Stammpatientinnen und –patienten aus den als Zwischenanstalten bestimmten Einrichtungen des Bezirksverbandes Wiesbaden. Rund am Hadamar lagen die nassauischen Anstalten Herborn, Weilmünster, Eichberg, Scheuern/Nassau und Kalmenhof/Idstein. Scheuern war eine Anstalt der Inneren Mission und ebenso wie die private Heilerziehungsanstalt kalmenhof 1937 dem Bezirksverband Wiesbaden unterstellt worden. Diese eben genannten Anstalten wurden der T4-Zentrale in Berlin vom Bezirksverband als sogenannte Zwischen- oder Durchgangsanstalten zur Verfügung gestellt. Die Zwischenanstalten sollten die zur Tötung bestimmten Kranken aus den Stammanstalten für einige Tage oder Wochen aufnehmen, bis auf Anordnung der Gekrat die Opfer zur Ermordung in Hadamar abgeholt wurden. Dieses System der Zwischenanstalten hatte sich seit April/Mai 1940 aus folgenden Gründen bewährt: zum einen zur Tarnung, da es für die Angehörigen  schwieriger wurde, den Verbleibe der verschleppten Anstaltsinsassen  ausfindig zu machen, zum anderen konnten in den Zwischenanstalten ein großer Teil von Mordopfern untergebracht werden, die auf Abruf in die Tötungsanstalten verlegt wurden.

                                                                                                                              Verlegt nach Hadamar, S.84, 116, 117

             

[1] Die „Euthanasie“-Aktion wurde von der Tiergartenstraße 4 in Berlin geleitet.

1941 – 1945 | Frankfurt – Keller der Großmarkthalle – Ort der Versorgung wird zum Ort des Terrors  ­

 

Ab September 1941 wurden Juden in der Öffentlichkeit durch einen gelben Stern auf der linken Brustseite gebrandmarkt. Am Morgen des 19. Oktober begannen im Frankfurter Westend die planmäßigen Deportationen in die Vernichtungslager des Nazi-Regimes. Über 1000 jüdische Bewohner wurden an diesem Tag aus den Häusern geholt, von der SA am hellichten Tage am Spalier der Passanten vorbei durch die Straßen der Stadt entweder zur Festhalle oder zu den Kellern der Großmarkthalle zusammengetrieben. Von dort wurden sie am nächsten Tag von der Verladerampe in Waggons der Reichsbahn in das polnische Lodz (Litzmannstadt) abtransportiert. Nur drei der 1125 Deportierten vom 19. Oktober überlebten.

Von Frankfurt wurden deportiert: 19.10.1941 Lodz (1125 Menschen) - 11.11.1941 Minsk (1052) -  22.11.1941 Kaunas/Riga (992) - 8.5.1942 nach dem Osten (938) - 24.5.1942 nach dem Osten (930) - 11.6.1942 nach dem Osten (1016) - 18.8.1942 Theresienstadt (1020) -  1.9.1942 Theresienstadt (554) - 15.9.1942 Theresienstadt (1378) - 24.9.1942 nach dem Osten (234) - 1.3.1943 nach dem Osten (11) - 16.3.1943 Theresienstadt (41) - 12.4.1943 Theresienstadt (12) - 19.4.1943 nach dem Osten (17) - 16.6.1943 Theresienstadt (19) - 28/29.10.1943 nach dem Osten (20) - 8.1.1944 Theresienstadt (56)

                                                                                                                 Quelle: Internationaler Suchdienst

aus www.aufbau-ffm.de Die Seite wurde aufgelöst.

 

Die elf Transporte aus Frankfurt am Main z.B. erfassten 4227 Personen, von denen 3385 ermordet wurden, 841, ebenfalls namentlich genannt, die Befreiung erlebten und ein Schicksal ungeklärt  ist. Diese Transporte hatten als Kennziffer die Zahl XII und in der Übersicht über die Deportationsgebiete erhält der Leser, die Leserin weitere Informationen. Von den aus Frankfurt Deportierten waren 2563 Menschen älter als 65 Jahre und 134 Kinder jünger als 15 Jahre. Sie kamen aus Frankfurt und der unmittelbaren Umgebung, sowie aus Wiesbaden und beim Transport XII/5 auch aus dem entfernten Kassel. Im vorletzten Transport XII/10 vom 18. Februar 1945, der 616 jüdische Partnerinnen und Partner sowie Kinder aus „Mischehen“ vom Frankfurter Ostbahnhof nach Theresienstadt brachte, befanden sich auch Menschen aus Leipzig, Halle, Wiesbaden, Darmstadt, Gießen, Hanau, Koblenz, Düsseldorf und Köln.

im Theresienstätter Gedenkbuch – www.studienkreis-widerstand-1933-45,de

 

Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) und NSDAP-Gauleitung nutzten das Gebäude und seine Funktionalität ab 1941 für Massendeportationen von Juden. Die Wahl war auf diesen Ort gefallen, da er innenstadtnah und verkehrstechnisch günstig zwischen Hafenbahn und Ostbahnhof lag. Deshalb mietete die Gestapo den östlichen Kellerbereich als Sammelplatz zur Durchführung der Deportationen. Der Keller bot Schutz vor neugierigen Blicken auf das Verbrechen und notdürftig Platz für Hunderte Menschen. Frauen, Männer und Kinder wurden durch das eingesetzte Personal gedemütigt, körperlich misshandelt. Letzter Habseligkeiten beraubt zwang man sie schließlich an das Gleisfeld vor der Halle. Dort standen die Züge der Deutschen Reichsbahn für die Transporte in die Ghettos und Konzentrationslager bereit. Direkt nebenan ging der tägliche Marktbetrieb weiter. Dabei blieben die grausamen Vorgänge den dort Beschäftigten nicht verborgen.

„Es war die Hölle, die ganze Nacht Untersuchungen, Schreie und Schikanen ohne Ende.“

                                                                                                                                    Berny C. Lane alias Werner Levi, 1998

 

Bei der Großmarkthalle waren nicht nur Gestapo-Beamte und Parteifunktionäre im Einsatz. Auch „normale“ Polizisten, Finanz- und Eisenbahnbeamte sowie die Mitarbeiter verschiedener städtischer Ämter wirkten an den Deportationen mit. Die Stadtverwaltung sowie viele nicht-jüdische Bürgerinnen und Bürger profitierten vom zurückgelassenen Besitz der Verschleppten. Andere bezogen Wohnungen und Häuser, aus denen Juden vertrieben worden waren.

                                                                            https://www.juedischesmuseum.de/besuchen/grossmarkthalle-frankfurt/

1942 | Frankfurt–Heddernheim – Arbeitserziehungslager und Polizeigefängnis der Gestapo

 

Das Frankfurter „AEL“ wurde erst 1942 eingerichtet. Zwar waren die allermeisten Häftlinge dieses Lagers Zwangsarbeiter aus Osteuropa, Frankreich und den Niederlanden, welche wegen oft geringfügiger Vergehen, „Arbeitsvertragsbruch“, „Widersetzlichkeit“ oder auch „Faulheit“ zu einer Haftstrafe von meist sechs bis acht Wochen verurteilt wurden. Allerdings wies die Gestapo Frankfurt schon von Anfang an auch jüdische Mitbürger, deutsche Arbeiter sowie in zahlreichen Fällen zur weiteren „Verbringung“ in Konzentrationslager vorgesehene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ein. Später wurde das Lager als „erweitertes Polizeigefängnis“ deklariert; es kamen Menschen aus nahezu allen Gruppen hinzu, welche der Verfolgung durch die Gestapo ausgesetzt waren, bspw. auch „auffällige“ Jugendliche.

 
Die Frankfurter Gestapo verfügte über „ihr“ „AEL“ nach eigenem Gutdünken, wie es G. Lotfi auch von anderen vergleichbaren Einrichtungen berichtete. Im März 1944 allerdings wurden dort mehrere italienische „Militärinternierte“ „auf Grund genereller Anweisung des Höh.SS- und Pol. Führers in Wiesbaden“ erschossen. Die Haftbedingungen waren von fehlender Hygiene, unzureichender Kleidung und ungenügender Ernährung gekennzeichnet, bei gleichzeitiger Schwerstarbeit. Zusammen mit den brutalen Misshandlungen führten diese in nicht wenigen Fällen offensichtlich zum Tod von Insassen. Der von Frau Lotfi geprägte Begriff „KZ der Gestapo“ entspricht den Aussagen einiger Häftlinge, wonach die Lebensbedingungen in den „Arbeitserziehungslagern“ vergleichbar oder sogar noch schlimmer als in den Konzentrationslagern der SS waren.
 
Bei Fluchtversuchen wurde von der Schusswaffe Gebrauch gemacht; in mindestens einem Fall erlag ein Häftling seiner Schussverletzung. Trotzdem versuchten immer wieder Insassen zu fliehen, nicht selten mit Erfolg.
 
Das Frankfurter „AEL“ unterhielt mehrere „Außenkommandos“ u.a. im Taunus.

 

aus L.I.S.A – Text und Foto unten Uwe Protsch, 13.4.2013

1946 – 1950 | Hessen – Internierungs- und Arbeitslager


Die Verwaltung der Lager waren dem Hessischen Minister für politische Befreiung unterstellt,

Nach der Besetzung Deutschlands Ende des 2. Weltkrieges hatten zunächst die Alliierten außer den großen Gefangenenlagern, in welchen die deutschen Soldaten auf ihre Entlassung warteten, Internierungslager für Zivilisten eingerichtet. Diese Maßnahme hatte anfangs rein militärische Gründe. Es sollten nämlich alle die Kräfte ausgeschaltet werden, die den Besatzungstruppen hätten gefährlich werden können.


Daneben gab es sogleich auch Tendenzen, die auf die völlige Ausrottung des Nationalsozialismus gerichtet waren. Aus der Zusammensetzung der Lagerinsassen war das zu erkennen: Neben den zahlreichen und großen Gefangenenlagern wurde ein besonderes Lager für Stabsoffiziere und Generäle in Neustadt (Kreis Marburg) eingerichtet. Die Prominenz aus Staats- und Parteikreisen wurde jedoch auf die Internierungslager aufgeteilt. Aber nicht nur die Spitzen der staatlichen Verwaltung und des Parteiapparates wurden auf diese Weise festgesetzt, sondern die Nationalsozialisten überhaupt, soweit sie durch ihre Funktionen oder ihren Rang Einfluss in der Öffentlichkeit hatten. Es wurden so genannte automatische Haftklassen gebildet, zu denen in weiten Maßen Beamte und Amtsträger der NSDAP gezählt wurden. Von den jüngeren Beamten wurden z.B. diejenigen in Haft genommen, die nach den strengen national-sozialistischen Richtlinien ernannt oder befördert worden waren, weil sie im Verdacht standen, überzeugte und aktive Parteimitglieder gewesen zu sein. Zur automatischen Haftklasse gehörten u.a. auch alle Männer, die sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet hatten, und alle SS-Männer, die aus den ehemals besetzten deutschen Kriegsgebieten stammten und bei der Waffen-SS gedient hatten. Von den Parteirängen inhaftierte man nicht nur solche Nationalsozialisten, die sich besonders auffällig gezeigt hatten, sondern ohne nähere Untersuchung oder Verhöre alle Ortsgruppenleiter und die darüber stehenden Dienstträger. Von den Offizieren wurden ebenso die Stabsoffiziere vom Obersten an aufwärts interniert. Dazu kamen die vielen Männer und Frauen aus Partei und Staat, die Opfer von Denunziationen wurden. Die Lager standen für längere Zeit unter militärischer Bewachung und Verwaltung.


Erst am 1.11.1946 kamen die Internierungslager in deutsche Hand. Dazu war es notwendig, dass eine besondere Verwaltung eingerichtet wurde: Das Landesamt für Internierungs- und Arbeitslager (Abt. 521). Unter den Internierungslagern in Hessen gewann das Lager Darmstadt, dessen Vorgänger das amerikanische Camp 91 war, zentrale Bedeutung (Abt. 522). Während die Zuständigkeit der anderen Lager regional bestimmt war, diente Darmstadt zeitweilig als eine Art Sammellager; denn von hier wurden die Internierten häufig in ihre Heimatlager verlegt, oder sie kamen vor ihrer Entlassung aus einem anderen Lager nach Darmstadt. Von Darmstadt aus wurde u.a. auch ein Austausch mit der englischen Besatzungszone durchgeführt; dagegen vermied man es, Internierte in die französische Besatzungszone oder in die russische Besatzungszone zu überführen. In vielen Fällen dauerte die Internierung mehrere Jahre, bis es zu einer so genannten Spruchkammerverhandlung kam, die entweder vor der Lager-Spruchkammer in Darmstadt oder vor der zuständigen Heimat-Spruchkammer stattfand. Dabei wurde entweder auf einfache Entlassung des Internierten erkannt, sofern die politische Unbedenklichkeit nachgewiesen wurde, oder es wurden Sühnemaßnahmen in Form von Geldstrafen, Vermögenseinziehungen, Arbeitsbeschränkungen oder Arbeitslager-Haft festgesetzt. Zur Ableistung der auf Arbeitslager lautenden Strafen waren die Internierungslager mit Arbeitslagern verbunden. Bei Verdacht auf kriminelle Taten kamen Internierte vor ordentliche Gerichte. Die amerikanische Besatzung behielt sich die Zuständigkeit für einen Teil der Internierten vor. Deshalb gab es neben dem Internierungslager Darmstadt ein amerikanisches Restlager, in dem z.B. die oben erwähnten Waffen-SS-Männer aus den ehemals deutschen Kriegsgebieten untergebracht waren. 
Für die in den deutschen Lagern Internierten war die amerikanische Zuständigkeit nicht gänzlich erloschen: Es durfte nämlich kein Internierter ohne die amerikanische Zustimmung aus dem Lager entlassen werden. Auch wenn ein günstiges Spruchkammerurteil, der sog. Spruchkammerbescheid, vorlag, behielten sich die Amerikaner eine Überprüfung vor und befanden danach über Entlassung oder weitere Internierung. Unter der deutschen Verwaltung traten naturgemäß die Gesichtspunkte der Ausschaltung ehemaliger Soldaten und aller jener Kräfte, die zu einem Widerstand gegen die Besatzungstruppen fähig gewesen wären, zurück gegenüber der Notwendigkeit der allgemeinen politischen Sicherung und der Ausrottung des Nationalsozialismus. Daneben spielten in den Lagern die politische Umerziehung, die politische Weiterbildung und die geistige Betreuung der Internierten überhaupt eine erhebliche Rolle.
Im Laufe des Jahres 1950 wurden die Lager aufgelöst, zuletzt das Lager Darmstadt, das in den letzten Monaten seines Bestehens zum Durchgangslager für die letzten Internierten der US-Zone geworden war.

Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt. 521 bis 525

1948 | Frankfurt - Die Rudolfschule = Offener Vollzug

 

Die stark beschädigte „Rudolfschule“ in der Rudolfstraße war der erste „Offene Vollzug“ in Hessen. Trümmerbeseitigung und Ernährung der Bevölkerung sichern, waren die Aufgaben der ausgewählten Gefangenen… Sie ist Vorläuferin des Gustav-Radbruch-Hauses in Preungesheim.

1958 | Frankfurt | Das Gustav-Radbruch-Haus

 

Der erste Spatenstich zum Bau der damaligen Anstalt erfolgte am 21. September 1955. Drei Faktoren begünstigten damals vor allem den geplanten Bau:

  • Es wurde allgemein mehr Haftraum benötigt; dem Fiskus standen jedoch nur begrenzte Mittel zur Verfügung und man war deshalb bestrebt, eine Anstalt so günstig wie möglich zu errichten.
  • Die expandierende Wirtschaft benötigte Arbeitskräfte und war daran interessiert, sich das Reservoir der Gefangenenarbeitskraft zu erhalten bzw. sogar vermehrt zu nutzen.
  • Die für den Vollzug Verantwortlichen sahen eine Chance, den von ihnen propagierten progressiven Strafvollzug durch eine entsprechend ausreichend dimensionierte und entsprechend ausgestattete Einrichtung des gelockerten Vollzuges zu ergänzen.

Zahlreiche Änderungen in den Plänen und Entwürfen waren notwendig, bis im September 1954 die erste amtliche Vorlage der Baupläne durch das Staatsbauamt an das Hessische Justizministerium erfolgen konnte.
Als Gesamtbaukosten für die Anstalt waren vom Staatsbauamt 3.629.376,-- DM veranschlagt worden.

Am 1. Oktober 1958 fand die Verlegung der bis dahin in der Rudolfschule untergebrachten Gefangenen in die neue Anstalt statt, obwohl bis dahin nur das Pfortengebäude, die Werkstätten, das Zu- und Abgangshaus und lediglich das Unterkunftshaus  fertig gestellt waren.

 
Die bisherige Zweiganstalt der Straf- und Untersuchungshaftanstalt „Rudolfschule“ wurde in „Strafanstalt für Männer, Frankfurt/Preungesheim, Obere Kreuzäckerstraße“ umbenannt.

 
Die Anstalt verfügte damals nur über geringe Sicherheitsvorkehrungen. Ein einfacher, zwei Meter hoher Maschendrahtzaun grenzte das Anstaltsgelände nach außen ab; zwei ständig besetzte Wachposten waren für die Beobachtung der Zaunabschnitte eingesetzt. Am 23. November 1959, noch vor der endgültigen Fertigstellung aller Anstaltsgebäude, erfolgte anlässlich des zehnjährigen Todestages von Prof. Gustav Radbruch die Namensgebung der Anstalt.

Für das Gustav-Radbruch-Haus einschneidende bauliche Maßnahmen und Änderungen im gesamten Vollzugsgeschehen der Anstalt erfolgten 1987 und 1988, nachdem das Hessische Justizministerium die Anstalt als Ort der Hauptverhandlung gegen den Flugzeugentführer und mutmaßlichen Mörder Mohamed Hamadi bestimmte. Da das Verwaltungsgebäude als Unterbringung für zur Sicherung des Prozesses eingesetzte Polizei- und Justizkräfte benötigt wurde, mussten - notgedrungen - die gesamte Anstaltsverwaltung und das Krankenrevier in für Gefangene bestimmte Unterkunftsgebäude verlagert werden. Der komplette Betrieb der Anstaltsküche wurde in die Justizvollzugsanstalt Frankfurt/M III ausgelagert, ein neues Pfortengebäude zum Zu- und Abgang für Bedienstete sowie Gefangene wurde errichtet, weiter wurde der Maschendrahtzaun der ursprünglichen Außensicherung durch einen stabilen Gitterzaun ersetzt.

Die gesetzlichen Vorgaben einerseits, aber auch jeweils aktuelle Erkenntnisse über die Sozialisation im Justizvollzug und gleichzeitig gestiegene Anforderungen an die instrumentelle Sicherheit aufgrund einer mittelfristigen Änderung der Zweckbestimmung der Justizvollzugsanstalt Frankfurt IV haben das äußere Erscheinungsbild sowie die Organisationsstruktur daher in den letzten Jahren erheblich verändert.

Der Rückgang der Gefangenenzahlen im offenen Bereich sowie der Rückgang der zum Freigang zugelassenen Gefangenen, verbunden mit der Überbelegung der Justizvollzugsanstalten des geschlossenen Vollzuges, verlangten nach neuen Konzepten, die eine zumindest gleichmäßige Auslastung der Haftplätze im hessischen Justizvollzug sicherstellen. So wurde, neben dem bereits vorhandenen Haus 1 mit 78 Haftplätzen, im Februar 2004 das Haus 5 als weitere Abteilung des geschlossenen Vollzuges, mit 171 Haftplätzen in Betrieb genommen, nachdem umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie eine vollständige bauliche Abtrennung vom übrigen Anstaltsgelände vorausgegangen waren. Dieses Haus verfügt über 75 Hafträume mit offenen Haftraumtüren und eine Station (E) mit 19 Haftplätzen und ständig verschlossenen Haftraumtüren.

Am 1. November 2005 wurde auf dem Gelände der Antaltsgärtnerei ein neuer Arbeitscontainer errichtet…  Dieser bietet zusammen mit dem Werkbetrieb „Annex“ (ehemaliges Hamadi-Gebäude) insgesamt ca. 50 Arbeitsplätze in „Unternehmerbetrieben“ für Gefangene des geschlossenen Vollzuges zur Verfügung.

Am 22.05.2006 wurde das Containerhafthaus (Haus 6 mit 100 Haftplätzen), in dem Gefangene des offenen Vollzuges untergebracht waren, wegen gravierender Baumängel geschlossen werden und wurde im Jahre 2008/2009 verkauft.

Im August 2007 wurde mit dem Bau eines Kleinsportfeldes begonnen. Das Sportfeld konnte im Oktober 2008 seiner Bestimmung übergeben werden.

aus justiz.hessen.de/JVA-Frankfurt-4 

1973 | Frankfurt – Neue Untersuchungshaftanstalt ersetzt die „Hammelsgasse“

Es war eine Zeit, in der in Deutschland der Strafvollzug nach den Menschen verachtenden Jahren des Nationalsozialismu heftig diskutiert wurde. Ein neues Strafvollzugsgesetz sollte her. Untersuchungsgefangene wären davon nicht betroffen, denkt  man. 1977 kam das neue StVollzG. Und siehe, der Untersuchungshaftvollzug wurden in weiten Teilen nach dem Strafvollzugsgesetz gehandhabt. Die Unschuldsvermutung zeigt sich zwar in der Berichterstattung der Medien. Das alte Denken, wer ins Gefängnis kommt muss etwas ausgefressen haben, hält sich aber bis heute. Wer immer dieses Gefängnis, die JVA Frankfurt am Main I ersonnen und genehmigt hat, sollte selbst darin schmachten. Zu spät: es war nur bis 1997 in Betrieb und wurde 2002 abgerissen. 

 

Schon beim Umzug aus der Hammelsgasse war  es zu Protesten gekommen. Wieviele Menschen diesen schrecklichen Bau nicht ertragen konnten und sich das Leben nahmen, sollte man mal erforschen. Ich selbst habe jedes Jahr mindestens einen Suizid erlebet; einmal waren es acht.

 

Ein Kolumbianer hat seine 9,6 qm große Zelle gezeichnet. Meist waren diese Hafträume doppelt belegt. Der Blick zur Tür zeigt das Waschbecken, die Kloschüssel, die Schamwand (mit Schachbrett). Die Spiegel waren meist kaputt.

Der Blick zum Fenster, das ja kein Fenster ist, denn den größen Teil versperrt die Betonblende außen. Sie läßt nur zwei Schlitze nach oben und unten frei. Die Neonröhre über dem Tisch mit 2 Stühlen sind mit dem Doppelbett und einem schmalen, hohen Kleiderschrank neben dem Fenster die spärlichen Einrichtungsgegenstände. Das Foto bestätigt die aus den Zeichnungen ersichtliche Trostlosigkeit. Dann sollte man sich noch die Nächte vorstellen, wenn in einer unverständlichen Sprache sich Dutzende Gefangene durch die Blenden mit ihren Komplizen oder Landsleuten scheiend verständigen. Es gibt keine Ruhe - die ganze Nacht.

1976 | Frankfurt – AWO errichtet Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen

Die Situation, die haftentlassenen Frauen bevorsteht, zeigt verblüffend deutlich die folgende Zeichnung  aus dem Buch der Arbeiterwohlfahrt von 1976:  Einsele u.a. - Anlaustelle für straffällig gewordene Frauen. Zu sehen der frühere Eingang der JVA Frankfurt am Main III von der Homburger Landstraße aus und innen die alte Anstalt mit der Kirche, unter der man die panoptisch angelegte preußische Anstalt mit 4 Flügeln betreten hat.

1992 | Frankfurt – Zachäusverein gegründet

 

Zachäus konnten wir brauchen; war er doch das beste Beispiel für eine gelungene Resozialisierung. Er findet Zuwendung, erkennt seine Untaten und macht wieder gut, was er angerichtet hatte. Die Geschichte findet man im Lukas-Evangelium im 19. Kapitel 1-10.

 

Nachdem am 30. November 1992 der Zachäusverein von Seelsorgern, Seelsorgehelfern, Ehrenamtlichen, Gemeindepfarrern und der Italienischen Katholischen Gemeinde in Frankfurt gegründet war , begannen auch sofort die Aktivitäten. MISEREOR zahlte seinem einzigen Projekt in Deutschland die ersten 25 000 DM. Die Begründung für diese Entwicklungshilfe war einleuchtend: Es ist sehr einfach, Inhaftierten aus aller Welt, hier im Gefängnis Bildungsangebote zu machen, die ihnen und ihren Familien später nach der Entlassung die Existenz sichern helfen. Dann werden sie nicht mehr als Drogenkuriere zurückkehren. Später finanzierte auch Terre des Hommes ein Projekt. Der Zachäus-Verein bot in den Frankfurter Anstalten I und III Englisch für Spanisch Sprechende, Nähkurse für Kinderkleidung, Friseurkurse, Computerkurse für Anfänger in verschiedenen Sprachen an. Teilnehmerzertifikate mit Beschreibung der Kursinhalte wurden mitgegeben, aber auch die Nähmaschinen, die zu Hause sogar für Existenzgründungen sorgten. Bald ergaben sich über Ehrenamtliche Kontakte nach Kolumbien, wo man sich den Verein zum Vorbild nahm und einen ähnlichen Verein gründete

 

Der Verein wurde nach 10 Jahren aufgelöst, die Mitglieder wirken als Zachäus-Gruppe beim Caritasverband Frankfurt weiter in der Frauenhaftanstalt, der JVA Frankfurt am Main III. MISEREOR zahlte noch einige Jahre weiter.

1993 | Weiterstadt – Der große Knall: JVA kurz vor der Inbetriebnahme zerstört

  

Der Sprengstoffanschlag auf die JVA Weiterstadt am 27. März 1993 war die letzte Aktion der Rote Armee Fraktion (RAF). Die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt war zum Zeitpunkt des Anschlags noch nicht mit Häftlingen belegt. Sie war jedoch bezugsfertig. Zehn Angehörige des Wachpersonals und Anwärter für den Justizvollzugsdienst hielten sich dort auf.

In der Nacht vom 26. auf den 27. März 1993 kurz nach 01:00 Uhr kletterten mindestens drei Männer und eine Frau über die 6,50 m hohe Außenmauer. Sie hatten an alles gedacht. Alle waren maskiert und mit Maschinenpistolen bewaffnet. Sogar einen Maulkorb für den allerdings nicht mehr im Dienst stehenden Wachhund führten sie mit. Die Eindringlinge überrumpelten die beiden Wachen im Pfortenhaus. Die acht anderen Anwesenden wurden im Schlaf überrascht und ebenfalls gefesselt. Anschließend sperrten die Angreifer das Personal in einen Lieferwagen und stellten das Fahrzeug etwa 600 m entfernt hinter einer Deponie ab.

Die Täter ließen sich anschließend viel Zeit, suchten das Gelände nach weiteren Personen ab, denn „die raf hat kein interesse daran, solche leute zu verletzen oder zu töten…“ hieß es später in einem ausführlichen Bekennerschreiben. Dann deponierten sie fünf Ladungen mit insgesamt 200 kg gewerblichem Sprengstoff. Um 05:12 Uhr explodierten die Sprengladungen. Drei  Unterkunftsgebäude und der Verwaltungstrakt wurden zerstört, der Rest der Anlage mehr oder weniger schwer. Gefangene mit kriminellen Karrieren sollten von Unter-suchungsgefangenen mit einem ersten Tatverdacht getrennt werden. Komplicen konnten in verschiedenen Häusern untergebracht werden.

Die Fahndung lief sofort an. In einem Fluchtauto wurde diese Erklärung zum Anschlag gefunden, die mit „Kommando Katharina Hammerschmidt“ unterzeichnet war: 

1994 | Hessisches Staatsarchiv  Darmstadt - Ausstellung mit dem Thema:  

 "... möchten verbrennet werden"
          Ausgrenzung und Gewalt gegen Ketzer, Juden, Hexen 
           ... auch in der hessischen Geschichte                                  

http://www.hstad-online.de/ausstellungen/online/webhexen/Literatur/Tabelle.htm

 

Umfassende Darstellung mit zahlreichen Dokumenten - Zum Glück noch im Internet (12/2018).

2009 | Hessen – Forensische Psychiatrie, Maßregelvollzug

Begeht ein Abhängigkeitskranker aufgrund seiner Sucht Straftaten und ist zu erwarten, dass er wegen dieser Erkrankung erneut erhebliche Straftaten begehen wird, soll das Gericht ihn in eine Entziehungsanstalt einweisen. Die Einweisung erfolgt nur, wenn eine Behandlung Aussicht auf Erfolg hat.


Die Sicherheit der Bevölkerung ist dabei höchstes Gut. Sie ist durch eine qualifizierte und erfolgreiche Behandlung oder – falls dies nicht möglich ist – durch langfristige Unterbringung psychisch kranker Rechtsbrecher in einer Klinik für forensische Psychiatrie bzw. Rückverlegung Abhängigkeitskranker in eine Justizvollzugsanstalt gewährleistet. Die Kliniken für forensische Psychiatrie haben also sowohl einen therapeutischen als auch einen kriminalpräventiven Auftrag.

www.vitos.de/holding/einrichtungen/forensische-psychiatrie/massregelvollzug.html

In Hessen werden alle Kliniken für forensische Psychiatrie von Vitos[1] betrieben. Die erste Klinik für forensische Psychiatrie wurde 1977 in Haina (Kloster) in Betrieb genommen. 2009 gab es die Fachkliniken an sieben Standorten, ein achter ist im Bau. 2009 wurden durchschnittlich 677 Patienten in den Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie behandelt.

Bad Emstal
Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal

und Vitos forensisch-psychiatrische Ambulanz Hessen, Bad Emstal (§ 64 StGB)

 

Eltville
Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville

 

Gießen und Haina
Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina

 

Hadamar
Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar
und Vitos forensisch-psychiatrische Ambulanz Hessen, Hadamar (§ 64 StGB)

 

Marburg
Vitos jugendforensische Klinik Marburg

 

Riedstadt
Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt

 

www.youtube.com/watch?v=lPP7shvGyR8

 

 

Eltville, Gießen, Haina, Kassel und Schotten (§ 63 StGB)
Vitos forensisch-psychiatrische Ambulanz Hessen

 

www.vitos.de/holding/einrichtungen/forensische-psychiatrie/standorte.html


[1] Die Vitos GmbH ist die strategische Managementholding von zwölf gemeinnützigen Unternehmen. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen.

2012 | Frankfurt - Neue Untersuchungshaftanstalt

 

Am 15. August wird die neue JVA Frankfurt am Main I  eröffnet. Von hinten, wo niemand vorbeikommt, sieht es etwas bunter aus, von vorne, wo der gesamte Zugangsverkehr ankommt, ist es eine scheußliche, abschreckende Betonwand mit drohender Wirkung.

                 

Von der Festeburgkirche und der Oberen Kreuzäckerstraße aus. © Fotos Linz

 

Bauschild mit Modell – Blick nach Süden             Eingang mit Einfahrten zur JVA IV und JVA I

In www.justizvollzug.hessen.de/JVA-Frankfurt-1  hat sich die Anstalt was Schönes einfallen lassen: die Fassade nachts - wenn keiner vorbei kommt.

2016 | Gelnhausen – Jugendarresteinrichtung, JAE

                                                                                              früher Jugendarrestanstalt, JAA

                                                                                              aus https://justizvollzug.hessen.de/JAE-Gelnhausen 

 

1962/63 

Gerichtsgefängnis für Kurzzeitstrafen                             

1972 

Freigängerhaus der JVA Rockenberg 

1978/79 

Verlegung des Jugendarrestes von Frankfurt/Höchst nach Gelnhausen; eigenständige Jugendarrestanstalt 

1996 

Zweiganstalt und Abteilung für den Vollzug von Jugendarrest der JVA Frankfurt IV; 
Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen und Jugendarrest 

2007 

Zweiganstalt und Abteilung für den Vollzug von Jugendarrest der JVA Rockenberg; Vollstreckung von Jugendarrest 

2016

Eigenständige Jugendarresteinrichtung

 

 

Die Jugendarresteinrichtung Gelnhausen ist zuständig für männliche und weibliche Jugendliche aus

 

Hessen. .Vollzug mit Erziehungsauftrag:

 

  • Fit werden für ein straffreies Leben in sozialer Verantwortung
  • Aggressionsabbau, sinnvoller Einsatz der Energien
  • Soziale Verhaltensweisen üben
  • Aufbau des Vertrauens in die eigene Leistungsfähigkeit
  • Eigenverantwortliches Handeln einüben
  • Verantwortung gegenüber anderen übernehmen
  • Kommunikation und Interaktion entwickeln
  • Die Freizeit sinnvoll gestalten

Der Arrest wird somit von verschiedenen Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen begleitet. Während des gesamten Aufenthaltes sind die Einhaltung der Hausordnung und die erfolgreiche Umsetzung auferlegter Verhaltensregeln Rahmenbedingungen der Erziehungs- und Schulungsmaßnahmen.

 

Die Arrestdauer beträgt zwischen 2 Tagen und 4 Wochen. § 16 Jugendgerichtsgesetz (JGG) sieht eine Unterscheidung von Freizeit-, Kurz- oder Dauerarrest vor.

  • Freizeitarrest: Ein oder zwei Arrest(e) von jeweils 48 Stunden
  • Kurzarrest: Zwei bis max. vier Tage
  • Dauerarrest: Eine bis max. vier Wochen

Die Belegungsfähigkeit der JAE Gelnhausen liegt bei 74 Arrestplätzen
Hierbei handelt es sich überwiegend um Einzelarresträume, es gibt aber auch Mehrfacharresträume.

    Die Quellen

     

    ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­

    Ackermann, Jürgen – Gelnhausen – Die verpfändete Reichsstadt – Bürgerfreiheit und Herrschermacht

    AWO Frankfurt - Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen - Frankfurt 1976

    Bauer, Gerd-Boehncke, Heiner-Sarkowicz, Hans – Die Geschichte Hessens, Frankfurt  2002

    Becker, Hubertus – Ritual Knast – Die Niederlage des Gefängnisses – Eine Bestandsaufnahme – Leipzig 2008

    Behringer, Wolfgang,Hg. – Hexen und Hexenprozesse – dtv dokumente 2957 – Müchen 1988 – Hexen-Dokumente

    Eberty, Gustav – Das Gefängniswesen in seinem  Zusammenhange mit der Entwicklung der Strafrechtspflege ,  Dresden 1858

    Eisenbach, Ulrich – Zuchthäuser, Armenanstalten und Waisenhäuser in Nassau – Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1994

    Eisenhardt

    Fogel,  Heidi - Das Lager Rollwald – Strafvollzug und Zwangsarbeit 1938 bis 1945, herausgegeben vom Förderverein für die historische Aufarbeitung der Geschichte des Lagers Rollwald e.V.,  Rodgau 2004

    Hoffmann, Ernst Emil – Das Gefängniswesen in Hessen – Seine geschichtliche Entwicklung und jetzige Lage, Mannheim 1899

    Jäger, Berthold  - …das recht und überaus grosse sengen undt brennen – Beiträge zur Geschichte der Hexenverfolgung im Stift Fulda 1600 – 1606, Fulda 2006

    Kilp, Anna Maria – Ach wie ist das Leben schön, Hammelsgasse 6-10 – U-Haft in Frankfurt/M 1903-1973, Frankfurt 1986

    Krebs.

    Kriminalmuseum, Mittelalterliches - Justiz in alter Zeit - Rothenburg o.d.T. 1989

    LWV-Hessen - Verlegt nach Hadamar, Die Geschichte einer NS-"Euthansie"-Anstalt - Kassel 1991

    Meister, Jörg Uwe - Der Leiter der JVA Kassel I, Hg. – 125 Jahre Strafvollzug Kassel-Welheiden 1882-2007 – Kassel 2007

    Nutz, Thomas – Strafanstalt als Besserungsmaschine – Reformdiskurs und Gefängniswissenschaft 1775 – 1848, München 2001

    Prätorius, Anton – Von Zauberey und Zauberen |Gründlicher Bericht | Darinn der grawsamen Menschen thöriges feindseliges, schändliches vornennnen: Und wie Christliche Obrigkeit in rechter Ampstpflege ihnen begegnen, ihr Werck straffen, aufheben und hindern solle und könne – Heydelberg 1613

     

    Preusker, Harald | Maelicke, Bernd | Flügge, Christoph | Hg. – Das Gefängnis als Risiko-Unternehmen -  Baden-Baden 2010

    Ristelhueber, J.B. – Wegweiser zur Literatur der Waisenpflege, des Volks-Erziehungswesens, der Armenfürsorge, des Bettelwesens und der Gefängniskunde – Köln 1840

    Rusche, Georg  | Kirchheimer, Otto – Sozialstruktur und Strafvollzug – 1938, 1974, 1981

    Sachße, Christoph | Tennstedt, Florian| Hg. – Bettler, Gauner und Proleten - Armut und Armenfürsorge in der deutschen Geschichte – Ein Bild-Lesebuch – Frankfurt 1998

    Schultz, Uwe Hrg. – Die Geschichte Hessens – Stuttgart 1983

    www.arcinsys.hessen.de  

    www.hexenprozesse-kurmainz.de  hexen-kurmainz

    www.lagis-hessen.de – Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

    https://digital.zlb.de/viewer/toc/14688302/1/  - Zentralblatt der Bauverwaltung, Berlin 1881 -1931

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