7 Tage-Urlaub 2017- ziemlich ver-rückt

14. September 2017 

 

Nach Dugi Otok wollten wir fahren - so schön Camping machen, wie in alten Zeiten. In der Riesen-Schirm-Pils-Plantage am Lido de Jesolo kamen wir an. Und es wurde ein toller 3 Tage Urlaub am dürftig belegten italienischen Strand, den in den 50 er/60er Jahren des letzten Jahrhunderts die Deutschen mit Käfern und Zelten stürmten.

 

Bilder oben

 

Am Samstag vor einer Woche waren wir abends losgefahren. Kaum Verkehr, keine Staus. Erste Grenzüberschreitung, nichts von Grenze gemerkt, zweite Grenzüberschreitung, von Grenze nichts gemerkt. Jetzt sind wir in Slowenien. In glühender Hitze jetzt ein Stau. Wir wollen nach Kroatien. Es geht nicht vorwärts in Marsici. Ich denke, wohl eine Mautstelle, nein es ist die Grenze. Von Slowenen nichts zu sehen. Es ist die kroatische Polizei, die kontrolliert - Einreise und Ausreise! Sind wir auf einem anderen Kontinent gelandet? Lange dauert es, bis die Polizistin zurück kommt, die Unfreundlichkeit in Person: Sie dürfen nicht weiter fahren; der Pass ungültig abgelaufen; fahren sie zurück nach Deutschland." Ich schäume. "Beherrsch dich!", meint meine Frau. Die Polizistin macht eine Lücke in der Gegenschlange, damit wir drehen können. Und was nun nach 15 Stunden Fahrt und langen Vorbereitungen? Schöne Insel Dugi Otok, Zadar: Adé!

 

Was nun? Von der langen Autofahrt, der Hitze und dem Frust genervt fahren wir die Bergstrecke und Autobahn wieder zurück zum Autobahnkreuz - Stau, Stau, Hitze, Richtung Kopor, das kleine Stück Mittelmeerküste, das die Kroaten den Slwowenen gelassen haben. Wir suchen Camping, durch die Stadt, Hafen, Industriegebiet. Da ist Camping in Ankaran. Ein sehr schöner Platz. Der Strand mit mit Blick auf den Hafen und das Industriegebiet. Statt Strand eine Betonmauer und versüfftes Wasser. Neieieieieien. 1 Capuccino im Restaurant, wieder zu sich kommen. Da: ein Schild ZIMMER HVRATINI 63. Auf den Hügel steil hinauf. suchen das Schild ZIMMER, fahren hin und her - und haben das schöne 2 stöckige Haus über Triest gefunden.

Am nächsten TagTriest, die Grenze sucht man vergebens. Ich erinnere mich wie verächtlich wir vor Jahrzehnten den Namen Lido de Jesolo ausgsprochen haben: Massentourismus, wie heute auf Mallorca. Die Deutschen stürmen mit ihren Käfern und Goggos die italienischen Strände und lernen, wie man Spaghetti ißt. Nach einigen Irrfahrten dort, einer großen Touristenstadt, den CampingMalibu.com gefunden. Und das wars dann für 3 Tage bei 32° Sonne, Meer und Lesen. Im Superrmercato kannst du dir den Wein in Kübeln aus der Wand zapfen. Am 4. Tag Gewitter, lange starker Regen, Gewitter angekündigt. Wir beschließen nach Norden zu fahren, was ohne große Probleme stattfindet. Am späten Nachmittag kommen wir dann an der Großklocknerhochalpenstraße an, dieser wunderbaren Strecke mit unzähligen Kehren und Blicken auf den Großklockner und die vielen 3000er. Aber es wird immer dunkler. Das Auto folgt mehr automatisch einer Abzweigung zur Edelweißspitze. Dort übernachten wir in der gemütlichen Hütte. Am Morgen dann die Überraschung Schnee auf 2560m  Höhe SCHNEE.

Bei der Abfahrt begrüßen sie uns dann an einer der letzten Kehren mit ihren für den Almabtrieb geschmückten Kühen begeistert; auch eine Fernsehkamera folgt uns: wir haben ihnen auf dem Autodach den 1. Schnee 17/18 gebracht. Die Rückfahrt mit den vielen Staus von der Grenze bei Kitzbühl erfolgt "normal". An der deutsch/österreichischen Grenze haben sie sich einen besonderen Trick einfallen lassen: einfach mal eine Baustelle einrichten, natürlich nur Richtung München.

Ein Urlaub geplant, Planung gestört, neu geplant, Glück gefunden, überrascht - zwischen Meeresspiegel und 2560m: Sommer- und Winterurlaub in einem. So ein bißchen haben wir nach meinem Lebensspruch unten verhalten. Ist doch was. - und noch ein Blick zurück: in der Gaststube der Edelweißhütte habe ich an der Wand dieses Foto unten gefunden. So einen Käfer hatte ich auch mal.

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© Gert Linz