MEIN BUCH - MEIN LEBEN

Mein Sammeltrieb hat dazu geführt, dass ich viele Bilder, Dokumente und Texte aufgehoben habe. Nun bringe ich dies alles auf überschaubare Seiten. Dabei kommen mir immer wieder neue Erinnerungen. Hilfe hatte ich dabei von Einigen, die mein Wirken damals begleitet haben.

 

Die Kapitel lassen sich nur teilweise chronologisch ordnen, weil manche Zusammenfassungen von Erfahrungen sind, die an verschiedenen Orten ähnlich geschehen sind - oder am gleichen Ort in verschiedenen Jahren.

 

Gert Linz

 

 

 

 

 

 

 

Verrücken

und

Zurechtrücken

 

Neuer Versuch ab 30.Oktober 2017. Letzte Bearbeitung 14. Januar 2018

MEIN BUCH
20 Jahre Nied 20 Jahre Lahn 19 Jahre Kna[...]
PDF-Dokument [16.0 MB]

6 | Meine Großeltern Boxleitner waren Einwanderer,                                   Wirtschaftsflüchtlinge aus Niederbayern

In den damaligen armen Gegenden müssen die Farbwerke Höchst massiv am Arbeitskräfte geworben haben, denn sie kamen in Scharen nach Nied am Main - besonders aus Niederbayern um 1900 herum. Nied nannten die Leute bald Klein-Straubing. Und sie gründeten 1923 den Gebirgstrachtenerhaltungsverein Edelweiß. Kürzlich deponierten die letzten vier Vereinsmitglieder die Fahne im Heimatmuseum in Nied. Zuerst gab es Messerstechereien mit den Eingeborenen, später besonders nach dem 2. Weltkrieg waren die bayerischen Schuhplattler die Attraktion jedes Nieder Festes - und meine Großeltern Anna (Nanndl) und Hans Boxleitner mitten drin. Opa kam um 1900 aus der Bierhütten arbeitet zunächst in den Farbwerken. Die Anna Kloiber aus Haag folgte etwa 1905 ihrem Bruder nach Nied und ging in der Gastwirtschaft Zum Grünen Baum in Stellung. 

1912, am 22. September hatten sie im Rathaus in Alt Nied geheiratet. Standesbeamter war  Bürgermeister Franz Simon. Die Goldene Hochzeit wurde  in St. Markus gefeiert, wie schon die Kirchliche Trauung 1912. Und natürlich waren dabei die Enkel Peter LInz und  Gert Linz als Messdiener, Pfarrer Anton Heil und unendlich viele Niederbayern aus Klein Straubing und Umgebung. Klein-Straubing kennst Du; - das war Nied im Volksmund.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien nach dem 1. Weltkrieg arbeitete der Opa Boxleitner im Reichsbahnausbesserungswerk Nied, das nach dem Krieg eröffnet wurde. Die Großeltern wohnten dann in der Eisenbahnersiedlung.

7 | Die Großeltern Leo und Pauline Linz kannte ich nicht.

Sie hatten 5 Söhne: Rudolf, August, Fritz, Johann, mein Vater Johann und Hermann. Auch sie hatte die Farbwerke Höchst angezogen. Aus Altschweier bei Baden-Baden müssen sie  um 1900 nach Nied gezogen sein. 

 

Pauliine Linz ist die Frau in der Mitte, vermute ich; passt gut zu mir. Mein Vater grinst hinter ihr.

In den Adresssbüchern im Heimatmuseum in Nied finden sich diese Einträge oben. Leo Linz wohnte 1907, als mein Vater geboren wurde, in der Krimstraße; das war über der Brücke. Der Eintrag gilt für die ganze Familie. Damals wurden nur die Familienväter genannt. Später 1925 gibt es in der Frankfurter Straße, der späteren Mainzer Landstraße, nur noch Pauline Linz, d.h. sie war Witwe.

 

Ein wichtiger Hinweis auf unsere Herkunft väterlicherseits findet sich im folgenden Brief, den unsere Eltern 1965 aus dem Elsaß bekamen. Das hat unser Vater immer wieder mal angedeutet, dass er ungarische Paprika in sich hätte, und deshalb  ein so feuriger Typ wäre. Dass ich aber der achte Priester in der "Linzenfamilie" wäre, war mir damals neu und überraschend.

 

8 | Die Nidda-Volks-Schule

 

Kürzlich hatten wir Klassentreffen. Ich war überrascht, so viele alte Mädchen zu treffen. Einige kannte ich zwar; aber wir waren doch eine reine Jungenklasse, wie später in der Leibnizschule auch. Da bestand die ganze Schule aus Jungen. Was mir da alles entgangenen ist!

Nur 14 Namen weiß ich noch. Das waren die, mit denen ich in der katholischen Jugend zusammen war. Einige sind schon tot: der Rubi - auf dem Klassenfoto hat er sich absichtlich strubbelig gemacht; der Jonny – wahrscheinlich noch einige mehr. Einer erzählte mir beim Klassentreffen, sein Körper wäre das reinste Ersatzteillager. Und einer von denen da neben  meinte so beiläufig, er müsste heute noch ein bisschen trainieren, er würde am Sonntag beim Frankfurt Marathon mitlaufen – wie seit Jahren schon. Einer hat ziemlich Karriere gemacht. Beim Klassentreffen erzählte er mir, er hätte damals eine Freundin in Amerika gehabt und ich hätte ihm seine Liebesbriefe übersetzt.

         Der Schorsch war bis vor kurzem jahrelang Ortsvorsteher im Stadtteil Nied. Der Robbert war erst bei der Frankfurter Sparkasse, dann in Biafra – was er später gemacht hat, weiß ich nicht. Aber unsere Zeltlager hatte er organisiert und verwaltete die Kasse. Und den  Dieter habe ich im Nieder Heimatmuseum[1] getroffen, als ich dort nach Spuren  meiner Großeltern suchte. Die Spuren habe ich gefunden.

      [1] www.geschichtsverein-nied.de

9 | Die Leibnizschule - Realgymnasium für Jungen

                                                                                1950 - 1959

Es war ein sehr schöner Schulweg, den ich zu Fuß oder per Rad zurück legte: an der Niddaschule vorbei, an der Nidda entlang, über die Wörthspitze zum Main, über die Nidda kurz vor der Mündung auf dem Gaasebriggelche, am Bolongarpalast vorbei und ander Fähre, unter der alten, hohen Stadtmauer entlang, dann entweder durch das Maintor über den Schloßplatz durch die Höchster Altstadt oder durch den Brüningpark am Bismarck-Denkmal vorbei zur Leibnizschule

10 | Aufgewachsen und sozialisiert in  Höchst  und  Nied und Frankfurt

 

Höchst, das waren die Farbwerke mit ihrer Werksbibliothek und den Dichterlesungen, die Leibnizschule, die Buchhandlung Bärtsch, der Hertie, die Tanzschule, die Josefskiche und die Justinuskirche, das Arbeitszimmer von Rektor Höckel, das Silobad, das Filmtheater ....

 

Nied, das war das Zuhause; das war der Kindergarten, das war St. Markus mit seinem Tischtenniskeller und dem kleinen Gruppenraum gegenüber der Sakristei, der Presser unsere Stammkneipe und letztes Haus der Mainzer Landstrasse, die Nr. 800 damals, die Nidda und der Badeplatz am Wehr, die Niddaschule, unser Kleingarten ...

 

Frankfurt, das war die Stadt: "Mir fahrn in die Stadt," sagten wir, wenn wir mit der Trambahn nach Frankfurt fuhren.

Das war der Dom, die Kongresshalle, der British Bookshop, der Dom, die Zeil und später St. Georgen ...

 

 

 

 

 

8 | Schule in Frankfurt-Höchst - 1950 - 1959
Leibnizschule - Realgymnasium für Jungen[...]
PDF-Dokument [1.5 MB]
9 | Harte Arbeit in den Ferien
Schwitzen statt Studieren (2).pdf
PDF-Dokument [305.9 KB]
25 | "Herr Linz, es ist Winter."
Führerschein.pdf
PDF-Dokument [456.5 KB]
30 | Nur 1 1/2 Jahre - aber ich bleibe
Kaplan in Niederlahnstein.pdf
PDF-Dokument [470.6 KB]
31 | Rhein-Lahn - Schöner geht's nicht
Jugendpfarrer und Bezirksvikar.pdf
PDF-Dokument [511.2 KB]
32 | Neues Gymnasium in Lahnstein
Die lustige Schule - 1971.pdf
PDF-Dokument [339.9 KB]
33 | ...vielleicht wird einmal was daraus, das weiter geht
aus dem Scheunentagebuch I - 1972.pdf
PDF-Dokument [697.4 KB]
34 | Immer wieder hat er mich fasziniert
Der Kleine Arbersee.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
35 | 650 Jahre Stadtrechte für Oberlahnstein: 1974
Pappkartonfest zum Stadtjubiläum in Lahn[...]
PDF-Dokument [402.9 KB]
36 | Jugend, Scheune und Gemeinde
36_Jugendarbeit mit vielen Facetten.pdf
PDF-Dokument [231.5 KB]
39 | Konflikt in Nievern 1976/77
39_Dieser verflixte Bahnübergang.pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]
40 | "Das ist ja unser Pfarrer."
Mein linkes Bein läuft wieder.pdf
PDF-Dokument [583.9 KB]
41 | "Das ist doch der Erich"
Rachel-Treff.pdf
PDF-Dokument [154.6 KB]
Gottesdienst mit - Pfarrfest ohne Pfarrer
42_Pfarrfestgottesdienst 1982.pdf
PDF-Dokument [482.6 KB]
49 | 1984 zum 25. Geburtstag erzählt ANNA ihre Erlebnisse
Annas Memoiren.pdf
PDF-Dokument [2.0 MB]
54 | ...in Lahnstein, Braunfels, Frankfurt und Weiterstadt
Da gründen wir halt einen Verein.pdf
PDF-Dokument [345.8 KB]
55 | Mit Einbrechern und Dieben
Dieser verdammte Hund.pdf
PDF-Dokument [85.3 KB]
56 | Hilfe für Gefangenen
Mit Nonnen,Franziskanern und Jesuiten.pd[...]
PDF-Dokument [291.2 KB]
Immer wieder hat er mich fasziniert
60_Der Kleine Arbersee.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
Der Tod - berufsbegleitend.pdf
PDF-Dokument [149.9 KB]
Die Abtei aus dem 12. Jahrhundert
Boscodon - Romanik Pur.pdf
PDF-Dokument [739.1 KB]
Kaffe im Garten der 2 Päpste
Rom recycled.pdf
PDF-Dokument [327.1 KB]
9_Alles dreht sich um St. Markus.docx
Microsoft Word-Dokument [1.4 MB]
Unterwegs in der S-Bahn
Das waren böse Menschen.pdf
PDF-Dokument [76.6 KB]
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Gert Linz